Borderline Zufall 05e

Borderline Lyrik- verschiedene

Wie viel du von deiner Kindheit selbst verbanntest,
Gefangen in dem Traum, den du dein Leben nanntest !
Gepeinigt flüchtetest du vor dem, was vor dem Feuer du als Wahrheit kanntest,
Hinein in deine neue Kinderwelt,
Dessen buntes Chaos dir gefällt.

Wie eine Droge bestimmt Abwechslung nun dein Leben
Angst vor der Normalität, die verletzt, hat Angst vor dir selbst ergeben.
Ordnung jagt dir hinterher, Notwendigkeit gleich daneben
Die Welt verfolgte dich nicht immer.
Nun nagt sie an dir - und es wird schlimmer.

Kannst Bilder nur noch kurz erhalten,
Siehst statt der Menschen nun Gestalten,
Zu viele, um sie zu verwalten,
Einst war das Drehbuch deine Phantasie, doch nun verlierst du die Regie.

Die Angst wächst stetig, Druck kommt hinzu: Gibt es ein Ende, wie sieht es aus ?
Ist ein Abschluss deiner Geschichte möglich ?
Verbrenne sie diesmal nicht, verlass deine Kindheit, und suche die alte wieder heraus.

vielen Dank: (c) Hadi

 

 

Ich sitze da,
fühle mich allein und verletzlich.
Will mich euch mitteilen,
aber finde nicht den richtigen Weg.
Ihr seht meine Wunden,
doch ihr ignoriert sie.
Meine Augen drücken den Schmerz aus,
doch ihr schaut nicht hinein.
Dann schreie ich laut,
doch niemand ist da,
der es hören kann.
Ich weiß ihr habt Angst vor der Wahrheit,
doch die habe ich auch.
Und wieder ein stummer Schrei,
bitte erhört ihn

© (August '99  Sabrina )

 

 

ich hab mich verlaufen
verlaufen in einer dunklen grotte

ich hab mich verirrt
verirrt in der nacht

ich hab verhüllt
verhüllt mit einem schwarzen schleier

ich hab mich verfangen
verfangen in einem netz aus trauer

ich hab meinen körper verlohren
verlohren in unendlichen leere

ich hab mein gedanken verlohren
verlohren in der welt der melancholie

nur meine seele ist mir geblieben
...und sie schwebt einsam durchs leben

(c) Peter

 

 

böse umzingelst
mich in dunklen nächten
malst blutstropfen
an die wände meiner seele
nimmst mir die luft zum atmen
im jetzt
im morgen
bleierne gedanken
wer bin ich?
gesicht der dunkelheit
schreie
ungesagte worte
verhallen
der wind nimmt sie mit
ohne wiederkehr
vergraben tief
im blutigen reich
schneeköniginengleich
die klinge
glänzt
im licht des feuers
bittre ungeweinte
tränen
traurige kinder
seele
der erste schnitt
wo ist das licht?
der schmerz so tief
in dir verdammt
in alle ewigkeit
warum?
das blut es fliesst.
was ist passiert?
das feuer brennt
die glut erwacht-
der schmerz er weicht
für einen augenblick......

(c) Eisregen

 

 

Hunderttausend Fragen schießen mir durch den Kopf.
Machen mich glücklich,
Und dann wieder nicht.

Lassen mich grübeln.
Was hast Du nur wieder gesagt!
Was hast Du nur wieder gewagt!

Hunderttausend Antworten schießen mir durch den Kopf.
Machen mich betrübt,
Und dann wieder nicht.

Lassen mich lächeln.
Was hast du nur wieder getan.
Warst wieder im Wahn.

Hunderttausend Fragen und Antworten schießen mir durch den Kopf.
Machen mich verwirrt,
Und dann wieder nicht.
Und vermischen sich zu hunderttausenden
Und keiner Antwort.

(c) Hanka Wenzel

 

 

In der Dunkelheit hab ich dich getroffen.
Du hast es gewagt,mich zu erhören,
mich zu blenden,
mit deinem Licht,
dem Licht des Lebens,
der Güte,
der Geborgenheit,
der Liebe.

Laß mir bitte da das Licht,
wenn du wieder gehst.

Kann hier nicht weg.

Die Dunkelheit hält mich hier fest,
mit einem Band aus Angst,
Angst vorm Tageslicht.

Ich würde dort verbrennen.

Ich bleib lieber hier,
bin sicher hier,
du kannst ja immer kommen.
Das Tor ist auf!
Das Tor zur Dunkelheit.

(c) Nicole B.

 

 

„Abhängig von Dir"
oder
„Befreiung einer Co-Abhängigen"

1. Teil „Universum"

Gefangen war ich,
gefangen von Dir.
Ich sperrte meine Seele
in einen dunklen Raum.
Du schlossest sie ein - mit Dir.

Dunkel wars dort drinnen,
nur ein einziges Licht:
Du, die alles erhellte!
Dein Licht war überall,
um mich, in mir!

Mein Universum mit seinen
Galaxien, Sternen, Planeten
und seiner kosmischen Leere
war dies Licht.
Mein Universum warst Du!

Deinem Licht wollte ich folgen,
bedingungslos, bis zum Ende!

Fallen ließ sich meine Seele
in Deine Seele.
Und Dein Herz
suchte Meines.
Wir fanden uns in uns.

Freundschaft suchte ich
und Liebe fand ich;
zum ersten Mal im Leben.
Aber niemals verlangte ich
Liebe von Dir.

Ich nahm das,
was Du mir gabst,
freiwillig, willig.
Aber nie verlangte ich
Deinen Körper.

Freundschaft gebar Liebe,
klein und doch gigantisch.

2. Teil „Leiden"

Meine Seele lag gefesselt
in meinem Herzen;
von uns beiden gebunden,
regungslos, willenlos,
mich selbst vergessend.

Bedrückt war meine Seele,
fast erdrückt von Dir.
Denn auch Du
warst in meinem Herzen,
übergroß!

Nicht mehr atmen konnte ich,
nicht essen, nicht trinken;
keinen Schlaf, keine Ruhe fand ich.
Denn auch mein Geist war
übervoll von Dir.

Warum warst Du so starkt,
so dominant, in mir?

Schmerz wächst in mir,
Schmerz und Leid,
nur für Dich - kein Ich.
Meine Seele schreit immerzu
in ihrem Schmerz.

Keinen Trost finde ich,
nirgendwo!
Niemand hört mich.
Kein Mensch will
von meiner Qual wissen.

Denn nur Du warst es,
die mir bisher zuhörte,
die mich verstanden.
So glaubte ich, so fühlte ich,
in meiner Ohnmacht.

Wehrlos lag ich in meiner
lichtdurchfluteten Dunkelheit.

3. Teil „Erkenntnis"

Zuviel gebe ich Dir,
zuviel Liebe, sagst Du.
Meine Umklammerung
nimmt Dir die Luft,
nimmt Dein Leben.

Ich will mich von Dir lösen,
denn ich merke,
daß mein Leben schwindet.
Ich weiß nicht warum, nicht wohin.
Ich liebe doch nur?!

Hilfe suche ich bei Fremden.
Menschen, die mich kaum kennen,
sie erkennen mich in Mir.
Freunde, die mich kennen,
erkennen mich nicht mehr.

Aber mein Leben schwindet,
verschwindet in Dir - endlos!

Doktoren schlugen mich,
verbal - ich begreife sie nicht.
Trost suchte ich doch nur,
ein wenig Beistand.
Warum taten sie mir so weh?

Sie erkannten mich,
sahen die Gefahr.
Lange, bevor ich diese
schmerzvolle Hilfe
begreife, sie ergreife.

Ich selber bin wichtig
sagen sie,
ich muß mir selber wichtig sein
sagst Du;
ihr habt recht!

Doch, wie soll es weitergehen,
dies Nichts, das nun mein Leben ist?

Denn Du bist nicht mehr hier,
verschwunden aus meinem Leben,
in eine andere Welt.
Dort suchst Du Heilung,
forderst Hilfe - Dein Recht.

Denn Du hast DICH erkannt.
Endlich! Nicht zu spät!
Und Du gingst, ... allein.
Wolltest mich nicht sehen!
Schmerzhafte Leere in mir.

Warum der Schmerz in mir,
Du bekamst doch
nun echte Hilfe.
Da erkannte ich mich, in Dir!
Ich war abhängig von Dir!

Tiefes Erschrecken in meiner Seele,
jähe Erkenntnis weckt meinen Geist!

4. Teil „Befreiung"

Erwachen, aus der Tiefe
meines gebundenen Ich.
Was hatte ich mir angetan:
Unter Schmerzen versuchte ich
meine Fesseln zu lösen.

Stark waren sie,
fast zu stark für mich.
Unendliche Mühe,
wo ist meine alte Kraft geblieben?
Verschlungen von der Sucht nach Dir?

Lockerer wurden die Bänder,
freier meine Gedanken.
Lockerer meine Bindung zu Dir,
aber in rasendem Schmerz
kamen neue Fesseln ins Licht.

Nicht aufgeben wollte ich,
nicht aufgeben konnte ich mich!

In unbarmherzigem Schmerz
fielen doch alle Fesseln.
Fast starb ich im Schmerz!
Kraft fand ich bei fremden Freunden
ein Netz, das mich fing - heute umfängt.

Das Licht suchte ich,
dies Licht in meinem Universum
Als ich die Quelle fand
wuchs der Schmerz,
wuchs die Freiheit.

Ich rief das Licht,
nahm Kraft aus seiner Unfassbarkeit,
um Deine Dominanz zu löschen.
Und plötzlich war es wieder da,
mein altes Universum.

Mein Universum ist wieder es selbst
Du bist wieder ein Teil meiner Welt.

5.Teil „Zukunft"

Gefangen war ich,
gefangen in Dir - von Dir!
Ich löste mich von Dir.
Heute bin ich befreit,
frei für MICH!

Befreit auch für Dich?
Ich weiß es nicht ... ... ?!
Nein!
Denn falsche Liebe fand ich dort,
wo ich echte Freundschaft suchte.

Aber echte Freundschaft
war und ist das,
was ich von Dir wünsche.
Nicht mehr!
Nicht weniger!

Falsche Liebe zerstörte unsere Freundschaft
aber echte Freundshaft lebt auch ohne Liebe!

(c) Sylivi Susan 2004


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