Borderline Zufall 02e

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Hallo ... ich bin Cola und arbeite seit ca. zwei Jahren auf dieser Plattform als Moderatorin.

Hierher gefunden habe ich durch zufall, auf der suche nach mitbetroffenen, weil hier in meinem umfeld kein wirklicher austausch möglich war. Und es tat gut menschen kennenzulernen , die auf einmal vieles verstanden und ähnliche erlebnisse, gedanken und problematiken hatten . Was ich für einen persönlich sehr wichtig finde, da man sich aufgrund der erkrankung schon oft genug alleine fühlt.

Deshalb habe ich hier meine arbeit angefangen, um nun auch anderen betroffenen ein wenig das gefühl zu vermitteln,dass sie nicht ohne hilfe und austauschmöglichkeiten dastehen und es menschen gibt, die sie auch ohne großen worte verstehen können... ich selber bin seit meiner kindheit immer wieder in psychiatrischer behandlung gewesen, die diagnosen häuften sich, bis sich alles wie ein puzzle zusammenfügte. borderlinestörung, komplexe posttraumatische störung und komplexe dissoziative störung sind die dinge mit denen ich mich nun schon lange auseinandersetzen muß. mittlerweile weiß ich auch ,was dazu geführt hat und kann mir selber die zusammenhänge erklären - der schwierigste weg ist allerdings wieder ein schlupfloch daraus zu finden.... und auch da bietet die plattform immer wieder einen anlaufspunkt, um sich gegenseitig zu motivieren und zu wissen ,man steht damit nicht alleine da... in diesem sinne wünsche ich euch hier einen hilfreichen austausch !!


Ganz liebe Grüße .....eure cola

 

(Moderatorin im Forum)


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Hier kennt man mich unter dem Namen stöpsel

Ich habe meine Diagnose erst mit 45 Jahren bekommen, nachdem mein ganzes Lebensgerüst zusammengebrochen ist. Seit dem ist es eine Berg- und Talfahrt zurück ins Leben. Es ist ein anderes Leben und es steht noch auf wackligen Füßen. Ich habe in den letzten Jahren viel über mich und meine Befindlichkeiten gelernt. Dabei wurde und werde ich auch von Ärzten und Therapeuten unterstützt. Denn dieser Prozess ist noch lange nicht abgeschlossen.

Damals habe ich mich im Internet über das Thema Borderline informiert und bin auf diese Plattform gestoßen. Ich habe viel Unterstützung im Forum bekommen, bin von Menschen begleitet worden, denen es so geht wie mir, die mich verstehen und mit denen ich mich über die verschiedensten Themen austauschen kann. Damals war ich erleichtert, dass es einen Namen für die Erkrankung gibt: Borderline. Inzwischen hat dieser Name kaum noch eine Bedeutung für mich. Es sind die Symptome, an denen ich arbeite, damit mein Leben lebenswerter wird.

Das gemeinsame Miteinander hier im Forum und im Chat empfinde ich als sehr hilfreich und möchte all dies nicht mehr missen.

Liebe Grüße, eure stöpsel

(Moderatorin im Forum)

 

 

 

 

 

 

 

Selma

 

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Ich habe mich 2006 in diesem Forum angemeldet, weil bei meiner damals 16-jährigen Tochter eine BLPS für sehr wahrscheinlich im Raum stand. Im Laufe der Zeit haben sich alle Anzeichen manifestiert und an ihrem 18. Geburtstag stand ihre Diagnose fest, die mich nicht wirklich überrascht hat.


Natürlich habe ich mich auf die gängige Fachliteratur gestürzt und diverse Therapie-Anläufe unternommen. Über die obligatorischen probatorischen Sitzungen kam ich allerdings nie hinaus, weil sich diese für mich nicht als "stimmig" angefühlt haben.

Aus diesem Grund habe ich mich in dieses Forum "gestürzt" und aus den Berichten von Betroffenen und den Wünschen, wie sie sich die Reaktionen ihrer Eltern in Bezug auf ihre eigene Erkrankung vorstellen enorm profitieren können. Da waren Menschen, die schon viel weiter als meine Tochterund ich waren und klare Aussagen treffen konnten.
Daran habe ich mich orientiert und einen neuen Weg in Angriff genommen, denn ich war mir sicher, wenn ich den Kahn nicht herum reißen kann, dann wird es keinen gemeinsamen Weg für uns geben und ich werde sie verlieren.
Meine einzige Orientierung in dieser Zeit war dieses Forum mit Betroffenen und Angehörigen, die allesamt gelernt hatten, wie eine Beziehung besser funktionieren kann.

Die Erkenntnis, dass ich es in der Hand habe und auf einen neuen (gemeinsamen ) Weg verweisen kann, war für mich sehr erleichternd, weil ich nicht mehr warten musste, dass sich meine Tochter weiter entwickelt - und das möglichst noch in meine Richtung.

Heute kann ich sagen, dass unser Verhältnis als sehr gut zu bezeichnen ist und wir schon seit fast zwei Jahren unter einem gemeinsamen Dach wohnen, ohne uns gegenseitig an die Gurgel zu gehen. Ihre Erkrankung hat keine große Bedeutung mehr f, und dies ist ein sehr großes Glück für mich.

Auslöser für mein Umdenken war dieses Forum, und aus diesem Grund habe ich mich auch als Moderator zur Verfügung gestellt. Meine Tochter, die hier ebenfalls aktiv ist, hat mich ermutigt, diesen Posten anzunehmen, in dem sie meinte, ich müsse meine neu gewonnen Erkenntnisse auch anderen Eltern von BL-betroffenen "Kindern" nicht nur als Schaf unter Schafen, sondern auch als "Leithammelin" zur Verfügung stellen.
 


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