Borderline Zufall 01e

tina2008Mein Name ist Tina.

Ich bin seit 1993 diagnostizierte Borderlinerin, welches sich später jedoch als Fehldiagnose darstellte und dann als chronisch posttraumatische Belastungsstörung umgewandelt wurde.
Im April 2001 gründete ich damals mit einem Bekannten ein Online Borderline Projekt, da es bis zu diesem Zeitpunkt wenig Anlaufpunkte für Betroffene und Angehörige gab. Ich sammelte zahlreiche Informationen und veröffentlichte Wissenswertes zur Erkrankung und bot Interessenten erste Austauschmöglichkeiten. Seit Januar 2003 ist es unter dieser eigenständigen Adresse: www.borderline-plattform.de zu erreichen. Die Idee dazu kam 1999 sowie 2000, als ich an dem Buch “Leben auf der Grenze” mitgeschrieben habe.

Ich bin in den 70-er Jahren in Berlin geboren, Mutter drei sehr liebenswerter Kinder und einer lieben Ziehtochter und lebe mit meiner Familie und meinen Hunden am Rand des Großstadtdschungels von Berlin.

Anderen Betroffenen wie auch Angehörigen möchte ich Mut machen, den Kampf für ein lebenswertes Leben und für eine gesunde Beziehung aufzunehmen oder fortzuführen! Viele Betroffene erhalten diese Diagnose "Borderline Störung" zu voreilig. Als Stigma dieser Erkrankung haben sie später oft Probleme im Alltag. Mit dem Projekt wollte ich mit den Vorurteilen aufräumen und Menschen mit Problemen Mut machen sich Hilfe zu holen.

Neben dem Projekt Borderline-Plattform habe ich Anfang seit 2002 eine lokale Selbsthilfegruppe und Gruppentreffen initiiert.

Für mich ist es wichtig, das Borderline-Syndrom zu entstigmatisieren und mitzuwirken, Vorurteile für diese Erkrankung abzubauen. Mein Wunsch wäre, dass so vielen Betroffenen wie möglich tatkräftig zur Seite gestanden wird, bei den täglichen Überlebenskämpfen, die oft mehr als mutlos machen, und auch von fachlicher Seite wäre sicher noch mehr Unterstützung und Begleitung möglich.

Vielleicht wird es eines Tages möglich sein, dass Vorurteile gänzlich abgebaut werden können, so wie es heute schon bei schizophrenen Erkrankungen der Fall ist. Es werden vielleicht noch mehr Therapiemöglichkeiten geschaffen und an den Ursachen der Erkrankung geforscht.

Es müssen noch viel mehr lokale Anlaufmöglichkeiten für Betroffene, aber genauso für Angehörige geschaffen werden und vielleicht wird es eines Tages mit Unterstützung von anderen Betroffenen und Fachleuten sogenannte “ Borderline-Seminare” geben, die dazu Beitragen, dass mehr Menschen wissen, wie man mit dieser Erkrankung umgehen kann. (Mehr Infos dazu demnächst hier auf der Plattform).

Um noch mehr Möglichkeiten des Austausches und der Unterstützung von Betroffenen und Angehörigen sowie Fachleuten zu bieten, haben wir uns im Mai 2007 als Verein zusammengeschlossen. Ich hoffe unsere ehrenamtliche Arbeit wird gut angenommen.

Veröffentlichungen: * http://www.beratung-und-fortbildung.de/Experten.pdf

Eure Tina

(Webmasterin, Administratorin und  1.Vorsitzende des Vereinsvorstandes)


 

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Im Forum nenne ich mich Kümmerix...

angelehnt an den Kümmerer, der eine andere Bezeichnung für den Kassenwart/Schatzmeister ist. Ich finde, dass es ein "Nick" ist, der zu diesem Amt passt, das ich seit Februar 2013 beim Borderline Verein innehabe.

Im Jahr 2008 ist Borderline "in Form einer Frau" in mein Leben getreten. Bis dato kannte ich von Borderline nichts. Schnell habe ich festgestellt, dass Borderline nicht das ist, als was es in den Medien immer dagerstellt wird. Natürlich habe auch ich die "Gefühlsachterbahn" druchfahren und bin stellenweise sehr unsanft auf dem Boden der Realität gelandet. Dort "sitzend" habe ich dann viel über mich und meine Grenzen nachgedacht und gelernt. Es kam dann, wie es kommen musste: Die eine Frau ging aus meinem Leben und die Andere kam in mein Leben. Wir, meine jetzige Partnerin (Betroffene) und ich, leben im sechsten Jahr eine erfüllte Beziehung, so dass ich sagen kann: Ja, sie funktioniert, die Beziehung mit einer betroffenen Partnerin. Was gibt es noch zu meiner Person zu sagen? Vielleicht, dass ich Vater von zwei erwachsenen Kindern bin und noch voll im Berufsleben integriert bin.

Es freut mich, dass man mir zutraut, das Projekt Borderline Verein zu unterstützen. Ich hoffe sehr, dass ich mit meinem Engagement dem Projekt positive Impulse geben kann. Mein betriebwirtschaftliches Studium wird für dieses Amt sicherlich ganz nützlich sein.

Wie bin ich auf die Idee gekommen, mich beim Projekt Borderline Verein zu engagieren? Tina war mit dieser Frage an mich herangetreten und nach etwas Bedenkzeit habe ich mich dann dazu entschlossen. Es freut mich, dass ich zu so einem tollen und erfolgreichen Team dazugehören darf und hoffe dazu beitragen zu können, dass wir weiter so erfolgreich bleiben.

Einen lieben Gruß, Kümmerix

(Administrator, Vereinsvorstand und Kassenwart)

 

 


 

nofotoHallo, mein Name auf Plattform ist Brinx!

Das Licht der Welt erblickte ich 1989. Meine Diagnose bekam ich 2007 gestellt.
Es war ein befreiendes Gefühl, als das "Kind" endlich einen Name hatte. Um mich mit anderen Betroffenen auszutauschen und auch für mich besser zu verstehen, meldete ich mich auf der Plattform an.
Ich wurde herzlich empfangen und direkt willkommen geheißen. In vielen Gesprächen mit Betroffenen als auch mit Angehörigen, lernte ich schneller Borderline anzunehmen und zu akzeptieren.
Für mich war es ein bedeutender Schritt, sich zu öffnen und Hilfe zu nehmen, die ich auf der Plattform auch fand.
Ich möchte auch vielen anderen Betroffenen der Diagnose Borderline, das Gefühl geben nicht allein damit zu sein.
Hilfe sich zu nehmen ist keine Schande , es ist ein wichtiger Schritt in ein neues Leben!

Liebe Grüße eure Brinx

(Moderatorin im Forum)


 

plicaHallo! Auf der Borderline-Plattform bin ich unter dem Namen Plica anzutreffen.

Geboren wurde ich 1979. Die Diagnose Borderline bekam ich 2000, aber erst 2001, nachdem ich so richtig am Boden war, fing ich an, mich damit zu beschäftigen. Ich war 1 ½ Jahre stationär in der allgemeinen geschlossenen Psychiatrie, eine sehr schwierige und oft traumatische Zeit, ohne die ich aber nicht überlebt hätte (ein sehr dunkles Kapitel). Seit Anfang 2003 mache ich ambulante Therapie, die mich soweit stabilisiert hat, dass ich seit dem Wintersemester 04/05 studiere. Natürlich gibt es auch bei mir immer wieder Rückschritte, aber insgesamt komme ich mit meiner individuellen Symptomatik immer besser zurecht.

2005 habe ich die Borderline-Plattform entdeckt und seitdem lässt sie mich nicht mehr los. Sie (natürlich die User) hat mir schon oft weitergeholfen, wenn ich in einer kleinen Krise Unterstützung und Zuspruch brauchte, genauso wie man sich gemeinsam über erreichte Ziele freuen kann. Ebenso, hoffe ich, konnte und kann ich anderen mit meinen Erfahrungen weiterhelfen, Mut machen nicht aufzugeben, den Kontakt mit anderen (auch Gesunden) zu wagen und vor allem trauen, sich Hilfe zu holen. Natürlich möchte ich die Freunde und liebgewonnenen Bekannte, die ich hier kennen lernen durfte, nicht missen.

Für die Zukunft hoffe ich, dass sich vor allem die sog. Fachleute besser und differenzierter über Borderline informieren, dass zusätzlich zur recht erfolgreichen DBT noch mehr spezielle Therapieformen entwickelt werden, damit jeder seine Therapieform findet, dass sich vor allem die Bedingungen für Borderliner in den allgemeinen Psychiatrien ändern (da man in Krisen doch oft noch dort landet).

Natürlich hoffe ich auch, dass wir dieses negative Bild über Borderline, das gerade die Medien verbreiten, gemeinsam verändern können, dass Interessierte, Angehörige und auch Betroffene Borderline differenziert sehen können und Hilfestellung im Umgang mit dieser Krankheit und deren Folgen bekommen.

Die Gründung des Vereins ist ein weiterer Schritt in diese Richtung. Ich möchte auch weiterhin meinen kleinen Beitrag dazu leisten, indem ich mich als Moderatorin engagiere und als Ansprechpartnerin für alle Fragen in Bezug auf Selbsthilfegruppen und Öffentlichkeitsarbeit zur Verfügung stehe.

Eure Plica

( Super-Moderatorin und Betreuerin für Moderatoren)


 

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Ich nenne mich Wurzelfee!

 

- hier kommt der Vorstellungstext rein....

 

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