Borderline Zufall 01e


Arbeitssucht ist nicht als jede übermäßige Arbeit zu verstehen, sondern es ist ein zwanghaftes Verhalten, bei dem die Arbeit als Flucht vor einem eigentlichen Konflikt ( z.B. Partnerschaft/ Familie etc.) benutzt wird.

Umgangssprachlich hat man bei uns das englische Wort für Arbeitssucht Workoholic übernommen.

Workoholicer haben im Gegensatz zu aneren Süchtigen meist ein ziemlich hohes Sozialprestige, wo man fälschlichr Weise vermuten könnte, das ein Workoholic aktiv und lebenstüchtig ist. Durch sein hohes Ansehen, kann der Süchtige, seine Flucht vor Konflikten sehr gut verstecken , und es wir meist von ihm und seinem sozialen Umfeld dadurch zu spät erkannt.

Arbeitssüchtige handeln in der Regel nicht aus einem Lustgefühl heraus, sondern aus inneren Zwängen. Die Angst vor dem Versagen, vor dem sich lächerlich machen und hoher Termindruck sind häufige Begleiterscheinungen. Auch körperlich leiden viele Workoholiker, nemen dieses als leiden aber kaum wahr bzw. verdrängen auch dies. Sie arbeiten förmlich "bis zum Umfallen".

Folgeerscheinungen langfristiger Arbeitssucht sind Erschöpfungszustände, Konzentrationsstörungen, depressive Verstimmungen und Ängste. Auf körperlicher Ebene sind Kopfschmerzen, Magenbeschwerden und Herz-Kreislaufstörungen typisch.

Unterteilung der Sucht in drei Stufen:

Die erste Stufe:

Die zweite Stufe :

Die dritte Stufe:

  • Hetze, Geschäftigkeit, Sorgen und Helfersyndrom
  • Unfähigkeit, "nein" zu sagen,
  • ständiges denken an die Arbeit
  • besessenes Aufstellen von Listen
  • Überschätzung der eigenen Fähigkeiten
  • keine freien Tage
  • ständig mehr als 40 Wochenstunden Arbeit
  • andere Süchte nehmen zu: Essen, Alkohol, Beziehungen, Geld
  • das soziale Leben schrumpft oder existiert gar nicht
  • fängt an Beziehungen und diesbezügliche Verpflichtungen zu vernachlässigen
  • Versuche, sich zu ändern, schlagen fehl
  • körperlich erschöpft, Schlafprobleme
  • Phasen von Apathie, Luftlöcher starren
  • Blackouts bei der Arbeit im Straßenverkehr
  • chronische Kopfschmerzen, Kopfschmerzen, hoher Blutdruck, Magengeschwüre, Depressionen

  • Gehirnschlag oder Herzinfarkt, schwere Krankheiten und Krankenhausaufenthalte

  • emotional abgestorben

  • moralischer und spiritueller Bankrott

  • Tod durch Arbeit


Bin ich gefährdet?
  • Ich denke sehr oft über meine Arbeit nach.
  • Meine Arbeit ist mein Leben!
  • Ich arbeite häufig auch zu Hause.
  • Auch im Urlaub nehme ich mir meist einige Dinge mit, die ich dort erledigen kann.
  • Für Treffen mit Freunden, Unternehmungen o.ä. habe ich fast nie Zeit, weil ich arbeiten muss.
  • Überstunden sind für mich normal.
  • Es gibt Phasen, in denen scheint mir außer der Arbeit nichts sonst wirklich interessant.
  • Einfach nur rumzusitzen macht mich kribbelig, dann arbeite ich lieber was weg.
  • Hobbys hab ich eigentlich keine oder nur wenige - meine Arbeit ist auch mein Hobby.
  • Zu Hause fällt mir schnell die Decke auf den Kopf, bei der Arbeit nie.
  • In letzter Zeit bin ich nicht mehr so leistungsfähig wie früher, obwohl ich mehr arbeite.
  • Ja, wenn ich ehrlich bin, bin ich schon etwasüberarbeitet - aber die Arbeit muss ja gemacht werden.
  • Wenn Not am Mann ist, sage ich auch meinen Urlaub ab oder fahr am Wochenende in die Firma.
  • Meine Arbeit macht den Großteil meines Lebens aus.
  • Meine Arbeit gibt meinem Leben Sinn.
  • Ehrlich gesagt wüsste ich gar nicht so recht, was ich mit freier Zeit anfangen sollte...
  • Ich arbeite oft bis zur völligen Erschöpfung - bei der Arbeit selbst merke ich aber gar nicht, wie viel Kraft mich das kostet.
  • Ich glaube, dass keiner meine Arbeit so gut wie ich machen kann, deshalb fällt es mir auch schwer, etwas zu delegieren. Ich mach am liebsten alles selbst.
  • Sollte es mal wirklich nichts zu tun geben, suche ich mir etwas.


  • Auswertung

    Je mehr zutreffende Aussagen Sie hier mit ja beantworten konnten, desto wahrscheinlicher ist es, dass die Arbeit in Ihrem Leben einen etwas zu hohen Stellenwert bekommen hat.
    Schon ab mehr als 5 Zustimmungen kann sich eine ernstzunehmende Tendenz zur Arbeitssucht abzeichnen.



     

    Büchertipps:

    Arbeitssucht
    von Stefan Poppelreuter

    Das vorliegende Buch stellt die derzeit komplexeste Sammlung von theoretischen und empirischen Erkenntnissen zur Arbeitssucht dar. Es werden unterschiedliche Erklärungsansätze zur Entstehung vorgestellt, die Folgen aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet und Therapienotwendigkeiten und -möglichkeiten kritisch diskutiert.

    Wenn der Job zur Droge wird
    von Bryan E. Robinson

    In einer arbeitswütigen Gesellschaft wird Arbeitssucht schnell verharmlost. Dabei führen Workaholics einen permanenten inneren Kampf gegen sich selbst. Der Bestseller-Autor und anerkannte Familientherapeut Bryan Robinson beschreibt die Auswirkungen dieser Störung auf die Familien der Betroffenen.

     





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