Borderline Zufall 02e

Lithium

Die therapeutische Wirksamkeit von Lithium wurde vor allem bei manischen Zuständen nachgewiesen. In der Langzeitbehandlung wird es insbesondere zur Verhinderung von manischen und depressiven (bipolaren) Phasen eingesetzt.

Lithium ist ein Salz, welches im Körper nur in geringen Spuren vorkommt. Bei der Einnahme von Lithium muss regelmäßig der Blutspiegel überprüft werden. Das Präparat verhindert in bis zu 80 % der Fälle das Auftreten manischer und depressiver Phasen oder schwächt diese zumindest ab.

Mögliche Nebenwirkungen

Müdigkeit, Vitalitätsverlust, Verwirrtheit, Gewichtszunahme, Wassereinlagerungen, Veränderung des Blutbildes, Zittern und Muskelschwäche, Veränderung der Schilddrüse, Übelkeit und Veränderung des Stuhlgangs, Nierenstörungen sowie vermehrtes Wasserlassen – viel zu trinken ist bei der Einnahme von Lithium notwendig, da es sonst zu einer Überdosierung kommen kann und damit verbunden zu verstärkten Nebenwirkungen oder auch zu  allergischen Reaktionen.

Bekannte Präparate (Handelsnamen):

Hypnorex®, Quilonum®, Apogepha®

 

Carbamazepin

Carbamazepin ist eigentlich als Mittel zur Epilepsiebehandlung entdeckt worden, ist aber chemisch verwandt mit den Antidepressiva. Man stellte seine beruhigende und ausgleichend stabilisierende Wirkung bei Unruhezuständen und Stimmungsschwankungen fest.

In der modernen Psychopharmakatherapie findet es heute Anwendung:

  • zur Akut- und vorbeugenden Behandlung bei manisch-depressiven und schizoaffektiven Erkrankungen
  • bei psychomotorischen Anfällen zur Vorbeugung
  • bei neuralgischen Schmerzerkrankungen

Auch bei Carbamazepin muss der Blutspiegel regelmäßig überwacht werden!

Mögliche Nebenwirkungen

Allergische Reaktionen, Übelkeit und Magen-Darmstörungen, Schwindel, Müdigkeit, Schwäche oder Mattigkeit, Blutbildveränderungen, Appetitstörungen, Sehstörungen und Blutdruck, Herzrhythmusveränderungen.

Bekannte Präparate (Handelsnamen):

®Tegretal, ®Timonil, ®Carbamazepin-TEVA, ®Telesmin, ®Teril, ®Lexin

 

Valporinsäure

Valporinsäure wurde ebenfalls als Mittel zur Epilepsiebehandlung entdeckt. Es wird neuerdings auch zur Behandlung von bipolaren Störungen, Manien oder depressiver Symptomatik eingesetzt, wirkt stimmungsausgleichend und soll so die Spitzen von Stimmungsschwankungen reduzieren.

Mögliche Nebenwirkungen

Allergische Reaktionen, Übelkeit und Magen-Darmstörungen, Müdigkeit, Leberveränderungen, Blutbildstörungen und Entzündung der Bauchspeicheldrüse

Wegen der fruchtschädigenden Wirkung sollte man diese Präparate in der Schwangerschaft unbedingt vermeiden!

Bekannte Präparate (Handelsnamen)

©Oferil, ®Ergenyl, ®Convulex, ®Leptilan

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