Borderline Zufall 04e

Was bedeutet Skills?

"
Skills" heißt übersetzt: Fähigkeiten.

Wenn wir von Skills in der Therapie bei Borderline-Betroffenen sprechen, meinen wir Fähigkeiten/Fertigkeiten, die dazu dienen, mit Gefühlen, Stimmungen oder Erinnerungen wie auch im Alltag ganz allgemein besser umzugehen.


Dazu gehören :

  • handlungsbezogene und gedankenbezogene Skills z.B. das bewußte Ändern von Gedanken
  • sinnesbezogene Skills
  • körperbezogene Skills
  • sensomotorische Skills
  • Interaktionsfertigkeiten zwischen zwei Personen

Das Üben mit Skills dient dazu, sich konstruktiv andere Reaktionsmöglichkeiten zu erarbeiten oder diese zu erweitern.


Zwischenmenschliche Fertigkeiten

Skills:

  • Um etwas bitten
  • Nein sagen
  • Situation beschreiben (Ich fühle mich gerade ..., weil ich sehe, dass...)
  • Die Situation ausdrücken
  • Auf Wünschen beharren
  • Wünsche verstärken
  • Angriffe evtl. ignorieren
  • Verhandeln
  • Den Spieß umdrehen
  • Freundlich sein und (möglichst) auch bleiben
  • Unterlassen von Drohungen
  • Nicht  bewerten
  • Anerkennen
  • Humor
  • Fairness
  • Keine Rechtfertigungen
  • Eigene Werte
  • Aufrichtigkeit
Kompetenzen:
  • Den Partner auf gleicher Ebene ansprechen
  • Von sich selbst und seinen Gefühlen sprechen, statt zu verallgemeinern: „Man tut ...", "man denkt dann ..."
  • Sich störende Grundannahmen bewusst machen
  • Gegenargumente für sich finden
  • Entscheidung, ob fragen oder nein sagen
  • Mir meiner Rechte und der Rechte anderer bewusst sein
  • Die Aussage des anderen wiederholen, um zu prüfen, ob ich ihn richtig verstanden habe

 

 

Gefühle

 

gefuehle

 

 

Gefühle beschreiben

Emotionales Leiden loslassen (z. B. Ich stelle mir vor, dass diese unangenehme Situation in einem Kino wie ein Film abgespult wird, dann gehe ich aus der Leinwand heraus, setze mich als einziger Zuschauer auf einen Kinosessel und beobachte das Ganze von außen. Wenn möglich, kann man auch versuchen, den Film langsamer oder schneller laufen zu lassen, die Farbe herauszunehmen, das Bild auf der Leinwand zu verkleinern etc.)

Ich bin nicht das Gefühl! Ich habe das Gefühl – also bin ich nicht hilflos ausgeliefert, sondern kann es beeinflussen! Ich erinnere mich an Zeiten, in denen ich mich anders fühlte: Fotos von angenehmen Erlebnisse anschauen, gute Erfahrungen im Tagebuch markieren und diese dann noch mal lesen.


o Etwas Wiedergutmachen (bei mir oder anderen, z. B. jemandem eine Blume oder selbstgebackene Kekse mitbringen)
o Step by Step: Eine Liste von kleinen Schritten aufschreiben, die ich tun kann; nur an das denke, was ich im Augenblick tue.
o Beiseite schieben.
o Achtsam in Bezug auf Stress sein.
o Schritte in Richtung angenehmer Gefühl
o Positive Erfahrungen schaffen, z. B. etwas reparieren, etwas schon lange Aufgeschobenes erledige bestärken, sich loben lassen.
o Es ist erwiesen, dass Körperspannung ebenso wie ein Panikzustand nicht ewig dauern kann, sie sinkt nach einer gewissen Zeit wieder ab. Die Situation zulassen (radikale Akzeptanz) und Spannungen nicht selbst weiter steigern.
o Was früher war, ist vorbei, ich bin erwachsen und kann etwas ändern!
o Um Hilfe bitten und diese auch annehmen können.
o Um Hilfe zu bitten heißt nicht, sich klein zu machen. Im Gegenteil: Es ist ein Zeichen von Stärke!
o Erfahrungen machen: Ich probier's mal aus.
o Achtsam wahrnehmen und mich dann entscheiden.

 

 


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