Borderline Zufall 07e

Der gesunde Schlaf ist zur körperlichen und psychischen Entspannung absolut notwenig. Während des Schlafens wechseln sich die Schlafphasen REM-Traumschlaf (mit raschen Augenbewegungen und flachen hirnelektrischen Wellen) und der Tiefschlaf (verlangsamte hirnelektrische Wellen, auch als passiver Schlaf bezeichnet) 4- bis 5-mal ab.

Bei Ein- oder Durchschlafstörungen kann es somit zur Beeinträchtigung des Erholungsvorganges kommen. (Im Alter verändert sich das Schlafbedürfnis: Die Phasen sind nun etwas kürzer).

Was kann man gegen Schlafstörungen tun?

Sehr effektiv sind Entspannungstechniken. (Progressive Muskelentspannung, autogenes Training etc.)

Bei länger anhaltenden Schlafstörungen ist ein „Schlaftagebuch" hilfreich. So lassen sich negative Angewohnheiten aufdecken: Kaffee am Nachmittag oder gar am Abend, schwarzer oder grüner Tee oder koffeinhaltige Limonade, Stress am Abend, zu langes Fernsehen etc.. All das kann zu Einschlafstörungen führen.

Medikamente

Erst wenn andere Versuche, die Schlafstörung zu beheben, nicht mehr ausreichen, könnte für kurze Zeit ein Medikament helfen. Man sollte jedoch sehr vorsichtig damit umgehen, da schlaffördernde Medikamente schnell abhängig machen können oder gar zum Missbrauch führen. In jedem Fall sollte man mit einem Arzt darüber sprechen, auch wenn man sich mit freiverkäuflichen Medikamenten aus der Apotheke versorgt. (Wäre es nicht sinnvoll, die Medikamente am Ende der Liste zu nennen?)

Pflanzliche Präparate

Hopfen, Baldrian, Melisse oder Johanneskraut eignen sich dank ihrer beruhigenden Wirkung gut zum Einschlafen. Man kann diese Mittel als Tee, Dragees oder in Form eines Entspannungsbads nehmen.

Chemische Präparate

Man unterscheidet hier die Wirkstoffgruppen Benzodiazepine, Barbiturate und andere Sedativa.

Barbiturate werden heute nicht mehr verschrieben und finden z. B. nur noch als Narkosemittel in Kliniken Anwendung.

Benzodiazepine ist eine nach wie vor oft verschriebene Wirkstoffgruppe. Leider wird noch viel zu großzügig damit umgegangen, denn diese Präparate haben ein hohes Abhängigkeitspotential.

Man unterscheidet hierbei zudem nach dem Halbzeitwert (Zeit, die der Körper benötigt, um exakt die Hälfte der Substanz wieder auszuscheiden). Es gibt Medikamente mit einer geringen Halbwertzeit <8 Stunden, einer mittleren Halbwertzeit >8 Stunden und einer langen Halbwertzeit von bis zu 24 Stunden. Letztere können am Tag nach der Einnahme zu einem Hangover-Effekt führen, das heißt einer unerwünschten Tagessedierung mit Müdigkeit, Konzentrationsschwäche und eingeschränkter Leistungsfähigkeit wie Verkehrsuntauglichkeit! Hangover-Effekte können aber auch bei Substanzen mit einer geringen Halbwertzeit auftreten, wenn sie in höherer Dosierung eingenommen werden.

Mögliche Nebenwirkungen

Abhängigkeit!!!, Benommenheit, Sehstörungen, paradoxe Reaktionen, Schwindel u. a.

Bekannte Handelsnamen:

Sonin®, Noctamid®, Planum®, Rohypnol®, Mogadan®, Halicon®, Valium®

Weitere Sedativa

Zyklopyrrolone und Imidazolpyridine (aus der Gruppe der Nicht- Benzodiazepine), z. B. Stilnox® und Zopiclon® und Wirkstoffe wieCloralhydrat, z. B. Chloraldurat®

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