Borderline Zufall 01e
Frage von A. aus Giessen: Ich bin jetzt schon 2 Jahre in Therapie wegen Borderline. Sie nützt, wenn es auch sehr lange dauert und es immer wieder Rückschläge gibt. Nun genehmigt der Gutachter mir keine Verlängerung mehr (Begründung: ich habe schon genug Verlängerungen bekommen und es gäbe nur eine begrenzte Stundenanzahl für diese Diagnose). Was kann ich bzw. mein Therapeut tun(der übrigens auch meiner Ansicht ist, daß es nicht gut wäre jetzt mit der Therapie aufzuhören), um die Therapie +
Nach meiner Erfahrung können Psychotherapeuten (einfacher tiefenpsychologisch orientierte als Verhaltenstherapeuten, aber auch diese) den Krankenkassen gegenüber oft gut begründen, warum zum Beispiel 40 oder 80 Stunden nicht ausreichend sind. Das heisst, Ihr Therapeut sollte dies mit Nachdruck versuchen. Wenn dies nicht möglich ist, gibt es nach meiner Erfahrung auch oft die Möglichkeit, dass man – zu einem reduzierten Satz und vielleicht in etwas grösseren Abständen die Therapie selber weiterbezahlt.
Frage von Jessica aus Hannover: Ich bin 22 Jahre alt und ich glaube ich habe eine leichte Form des Borderline-Syndroms. Ich habe mich schon des Öfteren selbst geschnitten und habe ab und an immer wieder Phasen, in denen ich sehr stark dagegen ankämpfen muss es nicht wieder zu tun. Weiterhin habe ich starke Minderwertigkeitsgefühle, Probleme mit Ablehnung und leichte Ess-Probleme (in dem Sinn, dass ich manchmal soviel esse, bis mir übel ist und ich mir überlege, ob es nicht besser wäre mich zu +
Die Frage ist nicht einfach zu beantworten. Ich würde es an Ihrer Stelle davon abhängig machen, wie sich die Belastung unter der Sie wegen dieser Symptome stehen, weiterentwickeln. In vielen Fällen kann Psychotherapie sehr nützlich sein. Es gibt allerdings manchmal auch Fälle, wo sich die Symptomatik durch eine (nicht hilfreiche) Therapie u.U. verschlechtert.
Ich heiße Tanja, bin 27 Jahre alt und habe von Angang August die Diagnose Borderline-Syndrom bekommen von meinem Arzt.Er möchte gerne das ich in eine Klinik oder so gehe. Ist ja auch in Ordnung, nur will ich gerne meinen Hund mitnehmen zur therapeutischen Unterstützung. Gibt es solch eine Klinik wo das geht? Ohne meinen Hund kann ich nicht, da ich an ihr hänge und mit ihr geht es mir viel besser, sie gibt mir Kraft und tröstet mich. +
Leider ist mir keine spezialisierte Klinik bekannt, bei der man Hunde mitnehmen kann. Aber vielleicht finden Sie ja doch eine Möglichkeit das Tier bei guten Bekannten oder Verwandten für die Zeit unterzubringen. In manchen Fällen hat dieses (gar nicht so seltene) Problem auch mit einer eigenen Ambivalenz (Hin-und-Her-Gerissenheit) wegen des Aufenthalts zu tun. Aber nicht immer.
Ich bin auf der suche nach einem therapeuten für mich, jedoch sind therapeuten speziell für borderlein sehr selten und haben lange wartezeiten. gibt es eine alternative therapie, die man bei psychologen machen kann, die weniger auf borderline spezialisiert sind? +
Aus meiner Erfahrung lohnt es sich zu warten, bis man einen Platz bei einem Psychotherapeuten bekommt (kann ein Arzt oder Psychologe sein), der auf dieses Störungsbild spezialisiert ist oder Erfahrungen damit hat.
Sie kennen sich mit TFP aus. Ich habe davon schon mal gehört. Können Sie diese Therapieform mal etwas näher erklären? Gibt es da einen Unterschied zum DBT? Kann es sein das DBT auch nicht immer das Mittel der Wahl ist? Wie kommt man an Therapeuten die TFP machen? +
Es gibt zwar gewisse Ähnlichkeiten mit der DBT (Arbeit mit Therapievereinbarungen, eher aktives Verhalten des Therapeuten etc.) Grundsätzlich sind aber DBT und TFP relativ unterschiedlich. In der DBT geht es darum bei Spannungszuständen neue Fertigkeiten einzusetzen. In der TFP (= übertragungsfokussierte Psychotherapie) wird die Borderline-Störung in erster Linie als eine Beziehungsstörung verstanden. Der Therapeut nutzt die therapeutische Beziehung um durch Deutungen, die Beziehungsprobleme aufzuarbeiten. Adressen bekommen Sie bei: TFP-Institut München.
Giudo fragt: Meine Freundin ist Borderline Patientin und soweit sich das beurteilen läßt auf dem Weg der Besserung. Allerdings hat sie ein großes Problem mit den Folgen ihrer Krankheit, weil ihre unterarme dadurch vernarbt sind. Sie trägt deshalb selbst im Sommer nur ungerne kurzärmelige Sachen. Ist es sinnvoll, oder überhaupt möglich, diese Narben durch plastische Chirurgie zu entfernen, oder zumindest etwas weniger sichtbar zu machen und wenn ja, gibt es eine Klinik in Deutschland, die auf +
Grundsätzlich kann es sinnvoll sein, wenn eine Person, die sich früher schwerere Selbstverletzungen zugefügt hat, später diese durch plastische Chirurgie revidieren lässt („entfernen" allerdings lassen sich Narben meist nicht ganz). Allerdings muss dieses Anliegen von der betroffenen Person selbst kommen und nicht allein durch das Umfeld oder den Partner. Voraussetzung ist auf jeden Fall, damit ein solcher Eingriff durchgeführt wird, dass eine Person über längere Zeit keine Selbstverletzenden Handlungen mehr ausführt. Es ist sicherlich wichtig, gerade im Bereich der plastischen und ästhetischen Chirurgie, dass der Operateur gut und renommiert ist und es empfiehlt sich diesbezüglich sich zu erkundigen. Bei schwereren Narben sind die Übernahme der Kosten durch die Krankenkasse meist kein Problem; hilfreich sind oft auch ärztliche Bescheinigungen, die den Sinn eines solchen Eingriff unterstützen.
Vor 6 Jahren habe ich mal eine Therapie gemacht. Die damalige Therapeutin hat mir ein Buch empfohlen "Das Borderline-Syndrom". Damals habe ich nicht verstanden, was sie mir sagen wollte, aber inzwischen glaube ich auch, dass ich unter dieser Störung leide. Die Symptome von "Schwarz-weiß" Denken. Unfähigkeit zur Nähe, Suchtverhalten (Esssucht), aber meine Selbstverletzung besteht eher darin, dass ich mich mit Männern einlasse, die mich extrem schlecht behandeln, ja misshandeln. Ich leide sehr dar +
Es ist auf Grund der von Ihnen beschriebenen Problematik tatsächlich möglich, dass es sich weniger um eine Borderline-Störung im engeren Sinn handelt und dass das Partnerschaftsmuster von erniedrigt werden, abhängig sein im Rahmen eines anderen Problems zu verstehen ist. (Meiner Erfahrung geht es oft um einen abwesenden Vater.) Warum haben Sie solche Vorbehalte gegen Psychotherapie? Ist zwar anstrengend auch doch auch, wenn man den richtigen Therapeuten gefunden hat „wahnsinnig" interessant?
Bekam von meinen Terapeuten den Satz "Inwieweit es weiterhin ambulant geht, müssen wir sehen. So oder so halte ich eine Intervalltherapie im Laufe des Jahres für sinnvoll." was will er mir damit sagen?? ich weiß es wirklihc niht? und im netzt finde ich auch nichts darüber +
Intervalltherapie bedeutet, dass man nicht alle Probleme während eines stationären Aufenthalts angeht, sondern mehrere Aufenthalte plant. Besonders bei Personen mit zahlreichen Schwierigkeiten. Beispielsweise: Erster Aufenthalt: Stabilisierung und Erlernen von Fertigkeiten; 2. Aufenthalt: Beziehungsprobleme; 3. Aufenthalt: Traumabehandlung o.ä.
hallo.ich heisse sophia und bin 16 jahre alt. ich war im sommer 2 monate in einer psychotherapeutischen klinik, wegen selbstverletzungen. ich habe die überweisung meiner ärztin bekommen, da sie die diagnose borderline stellte. als ich aus der klinik entlassen wurde stand kein wort von borderline da. ich bin sehr verwirrt seit dem und möchte wissen was ich habe...ich fühle mich als boderline patientin, da ich aus erfahrngsberichten mit borderline patienten und büchern viel mit mir vergleichen kan +
Helfen kann ich Ihnen natürlich aus der Distanz nicht, so gerne ich es täte. Ich kann Ihnen lediglich einen Hinweis geben wie es zu den unterschiedlichen Diagnosen gekommen sein könnte. Im allgemeinen sind viele Therapeuten bei der Diagnose „Borderline" bei Personen unter 18 Jahren zurückhaltend. Das empfehlen auch die Klassifikationssysteme, die es gibt (DSM und ICD). Das hat damit zu tun, dass es manchmal auch Personen gibt, die als Jugendliche eine Reihe von Symptomen der Störung zeigen ohne diese eigentlich wirklich zu haben. (Aber es gibt allerdings auch Jugendliche, die bereits eine BPS haben). Ich glaube jedoch, dass sich hinter Ihrer Suche nach der richtigen Diagnose die Suche nach richtiger Behandung (Verstehen) versteckt.
Hallo, ich wollte mich genauer erkundigen wie ich zu einer therapie oder zu einem psychiater/therapeuten komme. Da ich mich seit langer zeit sehr leer und keine freude am leben verspüre sag ich einmal, und zeitweise aggressiv streit suche der mir dann im nachhinein leid tut mich dafür aber nicht rechtfertigen und oder entschuldigen will. Gehe zwangheift keine beziehung ein, da ich mich meist "schlecht" fühle nachdem ich die "werdende freundin" geküsst oder mehr habe. Und da ich sehr viel im inte +
Hier eine gute Beratungsstelle in Wien: http://www.akh-wien.ac.at/psychotherapie/klinik/anmeldung.html
Nach einer Zwangseinweisung wegen Suizid letztes Jahr "muss" ich immer noch jede Woche einmal zu einem Gespräch in die Klinik. Jetzt wurde die Diagnose "Borderliner" gestellt und ich kann meine Psychologin nicht davon abbringen. Aber selbst wenn das alles stimmt, muss ich denn eine Therapie machen? Ich hab doch eigentlich gar keine Zeit dafür und will lieber das Leben geniessen bevor ich gehe...was kann ich denn nun tun wenn mich die Psychologin nicht gehen lassen will?Kann sie mich zur ner Ther +
In der Tat wäre es keine gute Voraussetzung, wenn man Sie zu einer Psychotherapie drängen oder gar zwingen würde. Ich würde allerdings mit einer Person Ihres Vertrauens in aller Ruhe klären, warum es diese so unterschiedlichen Sichtweisen gibt, warum Sie meinen es jetzt auch besser alleine schaffen zu können oder zu müssen und auch was Ihre Vorbehalte oder Befürchtungen sind, die Sie mit einer Psychotherapie verbinden und ob und inwieweit diese gerechtfertigt sind.
Warum keine Trauma thera bei Borderline?? +
Dies stimmt so nicht ganz. Zahlreiche wichtige Therapierichtungen plädieren dafür, dass Borderline-Patienten zunächst eine aussreichende Stabilisierung erfahren und Therapiebeziehung aufbauen sollten, bevor dann anschliessend eine Behandlung der Traumatisierung erfolgen kann. Allerdings gibt es auch zunehmend Experten, die argumentieren, dass die Traumatherapie früher erfolgen sollte und ohne sie gar keine Stabilisierung erfolgen kann. Die wichtigste Frage allerdings, auf die nicht näher eingegangen werden kann, ist wie die Traumabehandlung erfolgen sollte, wobei es mehrere therapeutische Zugangsweisen gibt.
Hallo liebe Experten, ich bin 31 Jahre alt. Mir wurde nach langen Therapiesitzungen endlich ein Grund für meine BL-Störung vor Augen geführt. Seitdem gerät mein Leben außer Kontrolle (viele Stimmungsschwankungen, Leere). Bilde ich mir das alles nur ein oder wurde da "der Hebel" in Bewegung gesetzt und ich weiß, woran ich für mich selber arbeiten kann? Vielen Dank im Voraus. +
Selten gibt es nur einen klaren Grund für die Entwicklung einer Borderline-Störung. Meisten spielen die verschiedensten Faktoren (Familiäres Umfeld, Erziehung, Temperament, traumatisierende Erfahrungen etc.etc.) dabei eine Rolle. Von sollte man vorsichtig sein, quasi alles auf einen Punkt allein zurückzuführen. Notwendig erscheint es dagegen in Therapien die verschiedenen Aspekte miteinander in Berührung zu bringen.
Hab mal ne Frage zur Therapie. Ich habe ein Jahr lang DBT gemacht. Nun ich habe mich sehr bemüht, doch ich bin aus deer Gruppe rausgeflogen. Nun habe ich Traumatherapie gemacht mit Imaginationsübungen. Diesmal konnte ich mich nicht mehr so darauf einlassen. Kann es sein das Therapie auch gar nicht hilft oder das richtige ist? Oder mache ich was falsch? +
Diese Frage ist ausserordentlich schwer zu beantworten, ohne dass die näheren Umstände klar sind. Dass eine Therapie scheitert kann im manchen Fällen am Patienten liegen (zum Beispiel Motivation), in manchen Fällen am Therapeuten (mangelnde Erfahrung) und in einigen Fällen an der Therapieform (DBT, psychoanalytische Therapie, Traumatherapie etc.) Vermutlich gibt es sogar bestimmt Gruppen von Patienten, die mehr von der einen als von der anderen Therapieform profitieren können. In Ihrem Fall geht es jedoch zunächst darum zu verstehen, warum die bisherigen Therapien nicht gingen.
ich (Ende 20) habe die Erfahrung gemacht, dass es in der Theorie durchaus brauchbare Ansätze zur Behandlung der BPS gibt, aber diese sehr selten in der Praxis umgesetzt werden - bzw. man nur sehr schwer Therapeuten findet, die einem helfen können. Das ist eine sehr frustrierende Situation. Inzwischen habe ich einige Therapien hinter mir (mache seit ca. 10 Jahren Therapie), einige habe ich nicht verlängert, andere liefen von "Experten"-Seite her aus. Je älter ich werde desto hilfloser fühle ich m +
Ich entnehme Ihrem Schreiben, dass es Ihnen wohl zur Zeit nicht sehr gut geht und dass diese Situation durch ihre Skepsis was Therapien angeht nicht gerade verbessert wird. Auch in Ihrem Fall ist es sehr schwer von aussen zu beurteilen, ob sie zum Beispiel einfach nicht den oder die richtige TherapeutIn gefunden haben oder ob es zum Beispiel daran liegt, dass Sie zu grosse Erwartungen haben, was durch eine Therapie erreicht oder verändert werden kann. Sicherlich wäre es sinnvoll, wenn Sie erstens erneut Hilfe in Anspruch nehmen würden um sich in dieser Ihnen haltlos erscheinenden Situation Hilfe zu erfahren, zweitens über ihre Skepsis genau in der Therapie sprechen könnten und drittens vielleicht darauf achten, ob die Therapeuten spezifische Erfahrung oder Kenntnisse in diesem Bereich haben (z.B. mit der TFP oder der DBT-Methode).

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