Borderline Zufall 07e

Unter Dissoziation verstehen wir einen Zustand, in dem das Bewusstsein nicht mehr in der Lage ist, die Informationen von außen und von innen sinnvoll in Einklang zu bringen, und infolgedessen Gedanken und Gefühle getrennt werden. Dissoziation taucht häufig im Zusammenhang mit traumatischen Erfahrungen auf und wird auch als das Gefühl beschrieben, neben sich gestanden zu haben. Folge von einem dissoziativen Zustand kann sein, dass sich eine Person an wichtige Dinge nicht mehr erinnern kann.

Nach dem DSM IV (Diagnosemanual) unterscheidet man in 4 Hauptgruppen:

  • Dissoziative Amnesie
  • Dissoziative Fugue
  • Dissoziative Identitätsstörung (vormals Multiple Persönlichkeitsstörung)
  • Depersonalisierungsstörung

Was ist Dissoziative Amnesie ?


Sie ist eine Gedächtnisstörung, die sich auf traumische Erlebnisse bezieht, bei der es dem/der Betroffenen nicht möglich ist, sich an belastende oder traumatische Ereignisse zu erinnern. Sie dient als unbewusster Schutz der Betroffenen, da die Aufarbeitung (Verarbeitungs- und Bewältigungsmechanismen) der Ereignisse sie überfordern würde.


Was ist Dissoziative Fugue?

Sie ist eine zielgerichtete Ortsveränderung, die über die gewöhnliche Alltagsmobilität hinausgeht. Außerdem zeigt sie alle Kennzeichen einer dissoziativen Amnesie . Obwohl für die Zeit der Fugue eine Amnesie besteht, kann das Verhalten des Patienten während dieser Zeit auf unabhängige Beobachter vollständig normal wirken. Das vorherrschende Störungsbild ist demnach ein plötzliches, unerwartetes Weggehen von zu Hause oder vom gewohnten Arbeitsplatz, verbunden mit der Unfähigkeit, sich an die Vergangenheit zu erinnern. Bei den Betroffenen besteht oft Unklarheit über die eigene Identität oder es wird eine teilweise oder vollständige neue Identität angenommen.


Was ist eine Dissoziative Identitätsstörung?

Die Dissoziative Identitätsstörung ( früher: multiple Persönlichkeitsstörung) ist dadurch gekennzeichnet, dass zwei oder mehrere Persönlichkeiten oder Persönlichkeitsanteile in einem einzigen Menschen vorzufinden ist. Jede dieser einzelnen Persönlichkeiten hat ein bestimmtes Alter, ein bestimmtes Geschlecht und eine bestimmte Funktion über Körper und Geist. Für einige der Persönlichkeitsanteile besteht Gedächtnisverlust und es besteht kein Wissen von anderen Persönlichkeitsanteilen.


Was ist Depersonalisation?


Depersonalisationsstörung, das sind andauernde oder wiederkehrende Erfahrungen, sich von den eigenen geistigen Prozessen oder vom eigenen Körper losgelöst oder sich wie ein außenstehender Beobachter der eigenen geistigen Prozesse oder des eigenen Körpers zu fühlen (z.B. sich zu fühlen, als sei man in einem Traum).

Während einer Depersonalisationserfahrung ist  die Realitätsprüfung dennoch intakt.
Die Depersonalisation verursacht in klinisch bedeutsamer Weise Leiden oder Beeinträchtigungen in sozialen, beruflichen oder anderen wichtigen Funktionsbereichen.
Das Depersonalisationserleben tritt nicht ausschließlich im Verlauf einer anderen psychischen Störung auf wie Schizophrenie, Panikstörung, Akute Belastungsstörung oder eine andere Dissoziative Störung und geht nicht auf direkte körperliche Wirkung einer Substanz (z.B. Droge, Medikament) zurück.




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